Beregnungsanlagen - Planungsservice HUNTER®

Beregnungsanlagen für Außenreitplätze - Reithallen - Reitbahnen - Führanlagen

Das Problem beim täglichen Arbeiten auf den Reitplätzen und in den Reithallen ist, dass viel Staub aufgewirbelt wird. Der Staub ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch bei den Reitern und Pferden gesundheitsschädigende Folgen haben!
Um der Staubentwicklung entgegen zu wirken ist es wichtig, dass der Reitbelag eine gleichmäßige Feuchte aufweist. Der Reitbelag darf weder zu trocken noch zu nass sein. Es ist wichtig für jeden Untergrund einer Reitanlage die optimale Variante für die Beregnung zu finden.

Besonders in den Sommermonaten sollte der Hufschlag mehrmals täglich über kurze Zeit befeuchtet werden. Hohe Wassermengen sind zu vermeiden, da die Grundfeuchtigkeit dann überschritten wird und sich Wasserlachen bilden können.

Die Beregnungssysteme verbessern auch das Klimageschehen in den Hallen, speziell in den warmen, trockenen Jahreszeiten kommt es zu einer spürbaren Abkühlung.
 

Grundsätzlich muss vor der Beregnung der Reitbelag gleichmäßig mit dem Planiergerät gelockert und eingeebnet werden! Um einen staubfreien Reitbelag zu erhalten, ist es notwendig, wenigstens die oberen 2 cm des Tretbelages optimal zu befeuchten.

Als Erfahrungswert für die Reithallen kann man max. 0,5 mm/m² pro Minute Niederschlag für die jeweilige Beregnungstechnik ansetzen. Maßgebend ist aber der tatsächliche Wasserverbrauch in Abhängigkeit vom Material der Tretschicht und dem Grad der Austrocknung durch die jeweiligen Licht- und Belüftungsverhältnisse in den Reithallen oder den Witterungseinflüssen bei den Außenplätzen.
 


Für die Bewässerung von Reitanlagen sind folgende Varianten möglich:
 

Bewässerung per Hand

Die Bewässerung des Hufschlages per Hand mit dem Wasserschlauch oder Rasensprenger auf Regnerstativen hat sich in der Praxis nicht bewährt. Die Erstellung einer gleichmäßigen, nicht zu feuchten Hufschlag (Wasserlachen, Verklumpungen) kann nicht sichergestellt werden. Außerdem ist der Zeitaufwand und die notwendige Regelmäßigkeit, besonders in Trockenperioden, bei dieser Verfahrensweise negativ zu beurteilen. Auch aus ökologischen und ökonomischen Gründen ist der Wasserverbrauch deutlich zu hoch!
 

Gülletankwagen

Bei manchen landwirtschaftlichen Pferdepensionen wird der Gülletankwagen für die Beregnung verwendet. Doch auch hier sollte man den zeitlichen Aufwand, den Wasserverbrauch und der unsachgemäßen Befeuchtung des Reitbelages in Rechnung stellen. Außerdem wird immer ein gewisser Anteil von tierischem Fäkalien in der Bewegungsfläche mit eingearbeitet, wenn das Güllefass nicht ordnungsgemäß gereinigt wurde. Nach diesem Beregnungsvorgang liegt in der Reithalle auch ein leichter Güllegeruch in der Luft. Für Außenplätze ist das Güllefass als Übergangslösung vertretbar.
 

Einzugsregner für Außenreitplätze

Mittlerweile werden vermehrt Einzugsregner aus dem Garten- und Landschaftsbau für die Befeuchtung des Reitbelages als kostengünstige Alternative auf dem Markt angeboten.
Die Einzugsregner sind jedoch für Reithallen gänzlich ungeeignet. Für größere Außenreitplätze ist der Einsatz von Einzugsregnern möglich.
Die Funktion der Einzugsregner basiert auf der selbständigen Fortbewegung des Regners durch eine Turbine, die mit Hilfe des zuführenden Wassers angetrieben wird.

Für die Befeuchtung wird der Regnerwagen in der Mitte der kurzen Seite des Reitplatzes aufgestellt. Sobald die Wasserzufuhr frei gegeben wird, bewegt sich der Regnerwagen langsam über die Länge der Bahn in Richtung eines gespannten Stahlseils und zieht den Wasserschlauch hinter sich her. Erreicht der Regnerwagen das Ende des Stahlseils, schaltet sich die Wasserzufuhr automatisch ab. Diese Einzugsregner sind, je nach Ausführung, sehr preisgünstig (ca. 1.065 bis 1.500 € ) und damit gegenüber stationären Beregnungsanlagen als Übergangslösung vertretbar. Das Hauptproblem dieser Anlagen liegt in der gleichmäßigen und nicht zu feuchten Beregnung des Reitbelages. Probleme sind Stellen, zu denen das Wasser nicht hingeführt werden kann und Pfützenbildung bei zu hohem Wasseraufwand und kurzfristigem Fortbewegungsstop des Gerätes. Außerdem können bei ungenauer Einstellung andere Bauteile, wie Holzbande, stromführende Teile usw. langfristig negativ beeinflusst werden. Auch aus diesen Gründen werden Einzugsregner vermehrt bei Außenreitplätzen eingesetzt. Besonders bei diesem System ist die vorherige Planierung des Reitplatzes nötig.
 

Strangberegnungssystem für Reithallen (Düsenrohrsystem)

Als eine einfache und preiswerte Lösung finden wir in den Hallen die fest eingebauten Strangberegnungssystemen (Düsenrohrsystem) . Das sind an der Decke
installierte längsverlaufende Rohre (aus PE-Rohren, Metallverbundrohr oder Edelstahl), die mit Sprühnebeldüsen versehen sind.

Die Nebeldüsen haben die Möglichkeit der feineren Verteilung des Niederschlages für
die Befeuchtung der Tretschicht, den Nebeneffekt der erfrischenden Kühlung im Sommer
und der Bindung der Abgase z. B. durch das Planiergerät.

Bei einer Hallenbreite von 20 m werden vier Reihen Rohre über nicht rostende Ketten bzw. Spanndrähte (Nirosta) an den Hallenbindern angehängt. Die einzelnen Düsenrohrstränge werden über separate Zuleitungen mit Wasser versorgt. Der Betriebs- bzw. Fließdruck sollte zwischen mind. 2,5 bis 4,0 bar, max. 10 bar betragen. Der Wasserverbrauch beträgt je nach Druck pro Düsenstrang zwischen 55 und 66 Liter in der Minute. Außerdem müssen automatische Entleerungsventile besonders für den Winterbetrieb (wegen Frostgefahr) eingeplant werden. Der Wasseranschluss sollte 1 Zoll, max. 1 1/2 Zoll betragen und bei einer Hallenlänge von 40 m sollte er mittig an der langen Seite über der Bande angebracht werden. Von dort wird das Wasser in den jeweiligen Düsensträngen eingebracht. Der erzeugte Sprühnebel ermöglicht dann eine gleichmäßige Befeuchtung des Reitbelages in der Reithalle.

Die Strangberegnungssysteme sind mit einem Gefälle von 0,5 % - 0,75 % verlegt und bieten deshalb keine Frostgefahr, weil Sie nach jedem Beregnungsvorgang über die Entleerungsventile von selbst leer laufen. Die nach oben führenden Zuleitungen müssen am Wasserverteiler über einen Absperrhahn manuell entleert werden.

Die Steuerung der einzelnen Beregnungsstränge kann manuell nacheinander über Kugelventile oder über eine elektronische Steuerung in Verbindung mit Magnetventilen geregelt werden. Die Beregnungsdauer kann individuell eingestellt werden.

Um Verstopfungen der Düsen entgegenzuwirken, sollte ein Feinfilter im Zulaufbereich eingesetzt werden. Auch kann die Funktion einzelner Düsen im Laufe der Zeit durch Schmutz oder Kalkablagerungen beeinträchtigt werden. Da die Düsen über ein Gewinde eingeschraubt sind, kann man sie im Bedarfsfall problemlos austauschen und säubern. Die Sprühdüsen sind mit Tropfenstoppern ausgerüstet, die nach Beendigung des Niederschlages ein Nachtropfen der Düsen verhindern.

Die Kosten der einfachen Strangberegnungssysteme mit Steuerungstechniken als Selbstbausatz liegen etwa ab 3.000,- € bei einem Hufschlag von 20 m x 40 m.
 

 

Kreis- und Teilkreisregner für Reithallen und Außenreitplätze

Vor allem im Bereich der Außenreitplätze und Reithallen werden Kreis- und Teilkreisregner eingesetzt. Diese werden schwerpunktmäßig an den Längsseiten der Reitplätze angebracht. Die Anzahl der Regnerelemente richtet sich nach der Größe des Reitplatzes, nach dem vorhandenen Wasserdruck und dem zu verwendeten Getrieberegnern (PGS, PGP, I-20, I-31).

Versenkt eingebaute Regner fahren mit der Wasserzufuhr über ein Getriebe aus dem Schacht heraus und versenken sich automatisch nach Beendigung des Beregnungsvorganges. Diese Getriebeversenkberegner schließen eine Verletzungsgefahr von Mensch und Tier aus. Oberflurregner z. B. auf einem Standrohr in ca. 1,3 m Höhe, werden entsprechend ihrer Wurfweite fest an der Längsseite des Reitplatzes installiert. Der Wasserdruck am Regner kann zwischen 3 und 7 bar variieren.

Da sich die Sprühfächer der einzelnen Regner teilweise überschneiden, kommt es zu einem höhen Wasserverbrauch als bei Strangeregnungssystemen. Um im Reithallenbereich einen negativen Einfluß auf die hölzerne Reithallenbande zu verhindern können die Regner mittels Ausklappgelenk auf die Balustrade montiert werden. Vor Inbetriebnahme der Anlage werden die Regner ausgeschwenkt und arretiert. Hierdurch wird verhindert, dass die Balustrade nass wird. Nach der Beregnung werden die Regner wieder eingeschwenkt. Die Beregnungstechnik für ein Außenreitplatz mit dem Hufschlagmaß 20 m x 40 m kostet mit einer einfachen mechanischen Steuerungstechnik, auf Standrohren, mit fest installierten Oberflurgetrieberegnern als Selbstbausatz ab ca. 885,- €.
 

Sprühdüsenberegnung für Führanlagen (Rund und Oval)

Für die effektive Bewässerung von Führanlagen bieten wir verschiedene Möglichkeiten an.



Die grundlegende Voraussetzung für eine funktionsfähige Beregnungsanlage ist die Sicherstellung eines ausreichenden und gleichbleibenden Wasserdruckes. Auch spielt die Qualität des Wassers eine Rolle. Bei kalkhaltigem Wasser ist ein zusätzlicher Feinfilter an der Wasserpumpe nötig. Bei eisenhaltigem Wasser bekommen die Düsen und die Anlagenteile eine rostige Farbe und einen extremen Geruch. Hier sollte, bedingt durch die hohen Reinigungskosten des Wassers, über eine alternative Wasserversorgung nachgedacht werden. Die Sammlung von Niederschlagswasser über die Bedachung der Reithalle oder anderer anliegender Gebäude in vorhandenen Regentanks ist eine solche Alternative. Der Tank (Lichtundurchlässige Kunststofftanks, Betonzisternen oder Metalltanks) sollte ein Fassungsvermögen von mindestens 10.000 Litern haben, wenn ein Allwetterreitplatz mit dem Hufschlagmaß von 20 m x 40 m beregnet werden soll. Es sollte bei der Planung darauf geachtet werden, dass das Wasser nicht zulange im Behälter verweilt. Vor der Einleitung in die Tanks muss das Wasser einen speziellen Grob- bzw. Vorfilter passieren. In den Behältern hat sich die schwimmende Tauchmotorpumpe bewährt. Die Pumpe muss mind. 5 bis 6 m³/h fördern und einen Druck von max. 10 bar erreichen.

Um auch bei langen Trockenperioden und bei kleineren Wassertanks die Wasserversorgung zu sichern, ist die Einleitung von Grundwasser über kleinere Brunnen (2 – 3 m³/h) oder mit Netzwasser zu ermöglichen. Die Brunnenpumpe sollte einen zusätzlichen Filter (Kiesfilter) haben.

Wenn nur eine Reithalle (20 m x 40 m Hufschlagmaß) beregnet werden soll, ist das Preis-Leistungsverhältnis für die Beregnung des Reitplatzes über diese Niederschlagswasserzisterne zu berücksichtigen.

Jedes dieser Beregnungssysteme hat seine Vor- und Nachteile. Darum ist es wichtig, individuell für die Anforderungen der jeweiligen Reitbodenausführung eine geeignete und kostengünstige Lösung für seine Bewegungsflächen zu finden.

Informationen zur Reithallenberegnung anfordern

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